Mag. Chiara PERCUZZI , Prof.

Chiara Percuzzi

Akademischer Titel: Mag.

Nachgestellte(r) Titel: Prof.

Hauptinstrument: Italienisch

Tätigkeitsbereich: Gesang

Raum: 219

E-Mail: chiara.percuzzi@gmpu.ac.at

Fachbereich(e)

Italienisch für Gesang

Funktion

Mitglied des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen (AKG)

Künstlerisch-Pädagogisches Profil

Chiara Percuzzi versucht die Studierenden mit der italienischen Sprache vertraut zu machen, insbesondere mit dem Wortschatz der italienischen Vokalmusik einschließlich der Fremdwörter aus dem Bereich der Musikpraxis und Theorie. Schwerpunkte ihrer Lehrtätigkeit sind die italienische Phonetik und Phonologie, Fach- und Opernitalienisch. Eine Einführung in die Grammatik und in die Morphologie des Italienischen soll den Studierenden behilflich sein, die Komplexität der Gesangstexte und Opernarien aus dem Repertoire in italienischer Sprache besser zu verstehen und somit auch deren historischen, sozialen und kulturellen Hintergrund zu erkennen. Gleichzeitig bemüht sich Chiara Percuzzi, den Studierenden mit einem kommunikativen Zugang die wichtigsten Sprachkenntnisse der italienischen Sprache zu ermöglichen, damit sie diese auch im Alltag ihres Berufes oder in ihrem Ausbildungsweg anwenden können. Darüber hinaus ermöglicht das Studium des Musik- und Opernitalienisches einen vertieften Blick in die musikalische Geschichte und Kultur des Landes. Je nach Wunsch und Bedarf gestaltet Chiara Percuzzi ein individuelles Programm für die Studenten, die ihr gesungenes Repertoire vertieft verstehen und richtig aussprechen wollen.

Italienisch ist traditionell die Sprache, die am meisten mit der klassischen Musik verbunden ist. Sie wird am meisten musikalisch wahrgenommen und hat die Musikgeschichte stark beeinflusst. Die ersten Spuren der italienischen Sprache in der Musik findet man bereits im Mittelalter, jedoch wurde die Musikgeschichte in der Renaissance von Italien initiiert und geprägt. In der Barockzeit setzte sich Italienisch als wichtigste in der Musik durch und dieses musikalisch-sprachliche Erbe besteht noch heute in vielen Fachbegriffen der Musik und der Aufführungspraxis (aria, capriccio, fantasia, fuga, sinfonia, adagio, allegro, piano, forte, ecc.), die Bezeichnungen der Stimmlagen sind normalerweise italienisch (basso, baritono, tenore, contralto, mezzosoprano, soprano) sowie die Namen von verschiedenen Instumenten (violino, violoncello, viola, contrabbasso, pianoforte). Orchesterdirigenten und Musiker beweisen oft eine höhere Kompetenz in der italienischen Sprache, weil sie die genaue Bedeutung von den italienischen Fachbegriffen der Musik erkennen, zuordnen und richtig anwenden müssen. Italienisch ist noch heute in der Opernmusik von grundlegender Bedeutung, es wird auch von ausländischen Opernsängern über den Operntext hinaus gelernt und die meisten von ihnen können gut Italienisch sprechen. Aus Italien stammen nicht nur viele wichtigen Komponisten (A.Vivaldi, G. Rossini, C. Monteverdi, V. Bellini, G. Puccini, G. Donizetti, G. Verdi, E. Morricone, L. Berio usw.) sondern auch bekannte Interpreten und Opernsänger (E.Caruso, L. Pavarotti, A. Bocelli, R. Alagna). Aus diesem Grund ein weiteres Ziel meiner Veranstaltung ist es, durch das Studium der italienischen Sprache einen Blick in die musikalischen Geschichte, Kultur und Leben Italiens zu liefern.

Wissenschaftliches Profil

Nach dem Studium in klassischer Philologie an der Universität Triest und an der Staatschule für Archivistik, Paläographie und Diplomatik beim Staatsarchiv in Triest erlangte Chiara Percuzzi das Diplom DITALS 1 an der Universität Siena (Italien) im Fach „Didaktik der italienischen Sprache für Universitätsstudenten und Kinder“.

Seit 1998 unterrichtet Chiara Percuzzi an Landeskonservatorium für Kärnten im Rahmen des Gesangstudiums. Schwerpunkte ihrer Lehrtätigkeit sind die Aussprache der italienischen Sprache im Bereich Gesang, Italienisch als Fachsprache der Musik, Textanalyse und Übersetzung von Liedertexten des italienischen Repertoires.

Weiterhin unterrichtet Chiara Percuzzi an VS 10 Klagenfurt, wo sie unter anderen den muttersprachlichen Unterricht in Italienisch initiierte und die Koordinationstätigkeit von verschiedenen Schulprojekten mit grenzüberschreitendem Charakter und Zielsetzung leitete (Europasiegel 2005 für innovative Sprachenprojekte (BMMK), Interreg IV P.Ri.S.M.A. 2012).

Sie hielt Italienischkurse für Erwachsene in Italien, an der Dante Alighieri Gesellschaft in Klagenfurt, an der Alpe Adria Universität in Klagenfurt und war vortragende in Fortbildungskursen fürs Pädagogisches Institut Kärnten.

Seit 2013 ist Chiara Percuzzi Lektorin für Italienisch an der Fachhochschule Villach im Rahmen des IBM Studiums.