Zsófia FARAGÓ , BMus. MA
Nachgestellte(r) Titel: BMus. MA
Hauptinstrument: Korrepetition
Tätigkeitsbereich: Senior Artist für Korrepetition
Raum: 204
E-Mail: zsofia.farago@gmpu.ac.at
Funktion
Senior Artist für Korrepetition
Künstlerisch-Pädagogisches Profil
Die ungarische Pianistin Zsófia Faragó arbeitet als Liedpianistin, Korrepetitorin und Kammermusikerin. Ihre künstlerische Tätigkeit führte sie in verschiedene Länder Europas sowie nach Indien und umfasst Konzerttätigkeit, Opernproduktionen, Meisterkurse, Uraufführungen und Aufnahmen.
Nach ihrer Ausbildung am Royal Birmingham Conservatoire und an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien arbeitete sie unter anderem an der Universität Szeged, am Prayner Konservatorium Wien und an der Ungarischen Staatsoper, wo sie an zwölf Opernproduktionen beteiligt war. Zudem arbeitete sie mit dem Éva Marton International Opera Studio in Budapest. Gemeinsam mit der Sopranistin Anna Molnár brachte sie Lieder von József Sári für Bartók Rádió zur Uraufführung. Auf dem Album It’s (Not) for Children sind 23 Ersteinspielungen zeitgenössischer Klavierwerke zu hören, darunter auch eine eigene Komposition.
Ihr Repertoire umfasst unter anderem Werke von Schubert, Schumann, Hugo Wolf, Gustav Mahler, Richard Strauss, Benjamin Britten, John Adams und Wolfgang Rihm. Seit mehreren Jahren verbindet Faragó ihre künstlerische Tätigkeit mit künstlerischer Forschung. In ihrem Doktoratsstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz erforscht sie Empathie, Kommunikation und Ensembleprozesse in der Zusammenarbeit zwischen Sänger:in und Pianist:in.
In ihrer pädagogischen Arbeit steht das gemeinsame Musizieren im Mittelpunkt. Korrepetition versteht Faragó nicht als reine Begleitung, sondern als kammermusikalischen Prozess, in dem Sänger:innen und Instrumentalist:innen gemeinsam Verantwortung für Interpretation und Ausdruck übernehmen. In der Arbeit mit Sänger:innen steht für sie die Verbindung von Musik und Text im Zentrum. Daraus entwickeln sich Fragen der musikalischen Gestaltung, Phrasierung und des Ausdrucks. Ebenso wichtig sind aktives Zuhören, Reaktionsfähigkeit und die Fähigkeit, musikalische Impulse aufzunehmen und weiterzuführen.
Auch in der Arbeit mit Instrumentalist:innen geht es um musikalische Eigenständigkeit und ein sensibles Zusammenspiel. Im gemeinsamen Musizieren entsteht Interpretation für sie aus dem gegenseitigen Zuhören und Reagieren.